Verletzungen (Knochenbrüche) im Kampfsport

Bekanntlich sind mechanische Festigkeit und Tragfähigkeit die Hauptaufgaben des Knochens, denn ohne Knochen würde der Mensch nur eine weiche Gewebemasse auf dem Boden sein. Die Evolution hätte es dann aber sicherlich geschafft, dass wir uns dann schlangen ähnlich bewegen würden. Aber irgendwie ist es doch so, wie es ist, sehr schön und hat unbedingt seine Vorteile. Unsere Knochen bringen somit einen wesentlichen Beitrag mit in die „Wohngemeinschaft Mensch“.

Knochen halten, tragen und schützen uns. Die Knochen allein sind nichts, aber der „Rest“ ist ohne die Knochen auch nicht viel mehr. Zusammen ist es allerdings eine sehr sinnvolle Symbiose.

Grundsätzlich unterscheiden wir drei Arten von Frakturen:

• Akute Frakturen (durch äußere Gewalteinwirkung)
• Ermüdungsfraktur (durch Überbelastung)
• Pathologische Frakturen (krankheitsbedingt).

Und die wiederum unterteilen sich in offene oder geschlossene Frakturen. Beim Erkennen der Fraktur muss eine Ruhigstellung erfolgen. Schmerzfrei lagern. Beim offenen Bruch die Wunde keimfrei abdecken. Die Behandlung der Fraktur muss durch den Arzt erfolgen.

Kein „Beinbruch“

Beinbruch Kmapfsport

Kampfsportler brechen sich schnell mal einen der 10 Zehen. Dies ist kein „Beinbruch“, aufgrund ihrer Größe sind Zehen schlecht (gar nicht) einzugipsen. Somit bleibt auch dem Arzt nichts anderes übrig, als den gebrochenen Zeh mit einem gesunden als Schiene zusammen zu Tappen. Gebrochene Zehen sind schmerzhaft, aber nach 2-3 Tagen kann man wieder das Training aufnehmen.

Risse

Frakturen, die keine sind, sind oftmals die unangenehmsten. Risse (Fissuren) sind in der Regel schwer zu erkennen und genauso schlecht zu behandeln. Von daher sind Beschwerden über Monate hinweg nicht selten.

Gelenkverstauchung (Gelenkdistorsion)

An dieser Stelle soll auch die Gelenkverstauchung angesprochen werden, weil der spontan auftretende Schmerz oft einen glauben macht, dass es sich um einen Bruch handle. Die Gelenkverstauchung entsteht durch einen unphysiologischen Bewegungsablauf im Gelenkbereich. Charakteristisch ist sofortiger Schmerz mit zunehmender Schwellung und Bluterguss. Nicht selten tritt zunächst nur eine leichte Symptomatik auf, und erst Stunden später (evtl. erst am nächsten Morgen) ist der Schweregrad der Verletzung auszumachen.

Therapeutisch empfehlen sich mehrmals täglich kühlende Packungen (ca. 1/2 Std.), ferner gelenkentlastende Kompressionsverbände und Sportsalben. Die Sportfähigkeit ist in der Regel nach 7-14 Tagen wiederhergestellt. Allerdings mit Stützverband! Restbeschwerden können bis zu mehreren Monaten anhalten!

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