Hap-Ki-Do waffenlose Selbstverteidigung

In der heutigen Zeit, in der Kriminalität und Aggressionen überhand nehmen, ist Selbstverteidigung nicht nur für besonders gefährdete Personen wie Geldboten, Polizisten, Wachpersonal etc. wichtig, sogar lebensnotwendig. Auch viele Privatpersonen beschäftigen sich mit Schutzmaßnahmen für das alltägliche Leben. Dass eine laute Stimme oder die Anwesenheit von Mitbürgern z. B. vor den blitzschnellen Handtaschendiebstählen nicht schützt, hat sich leider schon all zu oft bestätigt.

Selbstverteidigung System

Deshalb trainieren immer mehr Menschen aller Altersgruppen das reine Selbstverteidigungssystem HAP-KI-DO. Bereits vor mehreren tausend Jahren haben Buddhistenmönche Techniken entwickelt, um sich auf ihren Missionsreisen selbst zu schützen. Ziel des Trainings war immer schon, einen Angriff vernünftig und der Situation angepasst abzuwehren, den Angreifer kampfunfähig zu machen und nicht zu töten. Dieser Grundsatz ist uns bis heute als ein Leitmotiv erhalten geblieben.

Warum Selbstverteidigung mit HAP-KI-DO

HAP-KI-DO-Techniken sind aus den natürlichen Bewegungsabläufen des Menschen entstanden und können somit von jedermann, ohne sich körperlich zu überfordern, eingesetzt werden. Durch ständiges, praktisches Üben, unter Beachtung einiger wichtigen Prinzipien, kann man in kürzester Zeit Techniken und Verhaltensmethoden aneignen, die es ermöglichen, einen Angriff überlegt abzuwehren.

Selbstverteidigung

Der Angriff des Gegners wird nie direkt abgewehrt, sondern kreisförmig gesteuert, so dass die angreifende Kraft ausgenützt und in eine Hebel-, Schlag- oder Wurftechnik umgesetzt wird. Dadurch wird das Maß an Eigenkraft auf ein Minimum herabgesetzt und die Möglichkeit geschaffen, einen Angriff harmonisch und wirkungsvoll abzuwehren. Einer der wichtigsten Bestandteile des HAP-KI-DO ist die Kenntnis der Anatomie und das Wissen über deren Empfindlichkeit.

Argumente für HAP-KI-DO-Selbstverteidigung

Mittlerweile gibt es in allen Bundesländern eine große Anzahl von HAP-KI-DO Meistern, doch leider lässt die Zahl von HAP-KI-DO-Vereinen und Abteilungen noch viel zu wünschen übrig! Es gibt in Deutschland noch (und immer wieder) jede Menge Leute zwischen fünfzehn und fünfzig Jahren, die gerne die Kunst der Selbstverteidigung HAP-KI-DO erlernen möchten, aber nicht unbedingt bereit sind, zum nächsten HAP-KI-DO-Dojo dreißig oder noch mehr Kilometer zu fahren! Deshalb erfolgt hiermit der dringende Aufruf an alle HAP-KI-DO-Meister, die noch keinen Verein leiten, zusammen mit einem Partner nach Mitteln und Wegen zu suchen, nicht nur ein guter HAP-KI-DO-Meister zu sein, sondern auch ein guter Lehrer zu werden!

HAP-KI-DO

Ein HAP-KI-DO Athlet sollte sich mit dem System, in dem er Meister ist, identifizieren und etwas dafür tun! Wir haben beim HAP-KI-DO so viel Pluspunkte gegenüber anderen Sportarten, dass es bei guter Argumentation immer gelingen wird, einen Vereinsvorstand, der über eine Sporthalle verfügen kann, davon zu überzeugen, mit staatlichem Zuschuss eine Matte zu kaufen und eine HAP-KI-DO-Abteilung zu gründen. Durch gezielte Werbung mit Zeitungsberichten (= kostenlos) und Plakaten ca. 6 Wochen vor Beginn eines Anfänger-Lehrgangs wird es immer gelingen, fünfundzwanzig bis fünfzig neue HAP-KI-DO auf die Matte zu bringen. Bei einer natürlichen Fluktuation von ca. 50% hat man dann nach einem halben Jahr eine kleine Fortgeschrittenen-Gruppe und kann einen neuen Anfänger-Lehrgang starten. Ob man sich als Trainer seine Zeit- und Fahrtkosten nach Stunden oder nach Teilnehmerzahl vergüten lässt, sollte genau durchdacht und mit dem Vereinsvorstand festgelegt werden. Da man einen neuen Verein am besten mit einem oder zwei HAP-KI-DO-Partnern gründet, ist die Zeit Belastung des einzelnen Trainers auch nicht zu groß!

Als guter Trainer, der immer alle Techniken rechts und links exakt und in der optimal Form vorführt, sollte er aber weiterhin ein- bis zweimal wöchentlich für sich selbst trainieren können. Das ist bei einem sogenannten „Freien Training“ zum Wiederholen und Verbessern von Techniken innerhalb seiner eigenen Fortgeschrittenen-Gruppe immer ohne zusätzlichen Zeitaufwand möglich.

Als Selbstverteidigungs-Trainer sollte man immer in der Lage sein, im „technischen Training“ auf aktuelle Angriffsarten einzugehen und sich davor hüten, durch Training immer nur auf die nächste Prüfung zu, seine Leute zu „Gürteljägern“ zu erziehen.

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