Kampfkunst im Land der Pharaonen

Vita Saana Swahili oder Die Kunst des Krieges!

Der afrikanischen Kultur wird von jeher etwas Geheimnisvolles nachgesagt. Dies gilt auch für die ägyptischen Kampfkünste. So wurden bis vor ca. 40 Jahren all diese Bewegungsformen nur als Freiheits- oder Freudentanz angesehen.

Kampfkunst Afrika

Als bestes Beispiel kann man hier das Capoeira nennen, das seinen Ursprung in Afrika hat. So wussten nur Eingeweihte über Jahrtausende hinweg, dass diese Tänze eigentlich eine hohe Form der Kampfkunst sind. Der Hintergrund dieses irrigen Denkens war, dass nur die Pharaonen-Familie und ausgesuchte hohe Beamte diese Kunst erlernen durften.

Die Entstehung des Vita Saana Swahili-Systems!

Anfang der 70er Jahre begannen farbige Amerikaner, die verschiedene Kampfkünste ausübten, nach den Ursprüngen ihrer Vorfahren und deren Auswanderung zu forschen. Einer von ihnen war Mwanzo Mwalimu Umeme Mpingo Ma-haribi. Er erlernte die königliche Kunst von klein auf nach der Tradition seiner Familie. Seine Vorfahren lassen sich bis auf hohe Beamte des Pharaonenhauses zurückverfolgen. Als er mit seinen Studien nun schon sehr weit war, modernisierte er die Trainingsmethoden und stellte das System Vita Saana Swahili vor. Es gliedert sich hauptsächlich in kulturelle Riten und Bewegungsabläufe sowie in den Bereich der Kampfkunst. So ist das Tragen traditioneller ägyptischer Kleidung ebenso Vorschrift wie das Erlernen der ägyptischen, Sprache Swahili. Zu dem Bereich der Kampfkunst sei gesagt, dass es auch hier verschiedene Tierkampfstile gibt, die mit einigen Formen vertreten sind.

Kampfkunst Trainingsmethoden

Alte ägyptische Kampfkunst

Heutzutage ist das Vita Saana Swahili dank der Medien in Amerika etwas bekannter. Auch haben sich schon andere Gruppierungen, die ägyptische Kampfkünste trainieren, gebildet. Das Vita Saana Swahili-System hat allein in Philadelphia über 500 aktive Sportler. Zur Zeit existieren acht Schwarzgurtträger. Auch auf amerikanischen Meisterschaften sind Schüler dieses Systems sehr erfolgreich. Akrobatik gemischt mit traditioneller ägyptischer Kampfkunst sowie die prachtvollen afrikanischen Uniformen bringen immer einen gewissen Zauber mit sich, der auch dem Ursprungsland nachgesagt wird. Zur Steigerung wird das ganze noch mit afrikanischer Hintergrundmusik untermalt. Zu dem Begründer Mwanzo sei noch gesagt, daß er allein in den letzten 16 Jahren über 1000 Pokale errang. Seit November 1987 ist es nun auch in Europa möglich, Vita Saana Swahili zu erlernen. Die einzige weibliche Schwarzgurt-Trägerin (3. Dan und 2fache Weltmeisterin in Waffen und Formen der Frauen) Mwalimu Jamala Maisha (ihr amerikanischer Name ist Germon Smith), unterrichtet im Raum Kaiserslautern und Baumholder. Außer Vita Saana studierte sie auch Wu-Shu bei Großmeister Dennis Brown in Washington D. C. Karen Shepard war auch einer der großen Meister, der sie stark beeinflusste. Von daher kann Germon Smith voller Stolz auf ihre 15jährige Erfahrung zurückblicken, wobei sie in dieser Zeit über 300 Pokale erringen konnte.

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